Über uns

DIE PROTAGONISTEN

Die Leidenschaft der Vertriders ist das Mountainbiken auf steilen, ausgesetzten Wanderwegen im hochalpinen Gelände und das Ausloten der Grenzen der Fahrbarkeit. Beinahe nirgendwo auf der Welt gibt es ein derart dichtes Wegenetz in den Bergen wie in den Alpen, daher hat das Vertriden hier in Tirol seinen Ursprung. Die Innsbrucker Vertrider haben dabei über die Jahre einen präzisen, kontrollierten technischen Fahrstil entwickelt, der es ihnen erlaubt die umliegenden Wanderwege und Steige mit dem Bike zu befahren. Diese Leidenschaft haben sie bisher bereits in mehreren Projekten fotografisch und filmisch dokumentiert.

Seit Jahren machen die Vertrider mit extremen Befahrungen in den Alpen von sich reden, kann man diese Art des Mountainbikes aber auch auf andere Regionen und Gebirge übertragen? Dieser Frage stellen sie sich im Rahmen dieses Projektes und erkunden ein noch unbefahrenes Bergmassiv im Südosten Afrikas.

 

Die Filmstory

Die VAUDE Athleten und Vertrider Axel Kreuter und Sylvia Leimgruber sind im „warmen Herzen“ Afrikas unterwegs, in Malawi. „Land der Feuerflammen“, so heißt der Binnenstaat wörtlich übersetzt. Kaum jemand kennt das kleine Land im Südosten Afrikas, das von Mosambik, Sambia und Tansania umschlossen ist. Im Süden des relativ flachen Landes erhebt sich ein majestätisches Gebirge, der Mount Mulanje. Unter seinen steilen Granitflanken bilden weitflächige Teeplantagen und grüne Wälder einen idyllischen Farbkontrast zu der roten Erde und den ebenso rötlichen Lehmhütten. Der höchste Gipfel des Massivs und zugleich der höchste Berg Zentralafrikas ist der Sapitwa mit 3002 m. Der spektakulärste unter den Gipfeln ist der Chambe Peak (2556 m), der sich 1500 m aus der ebenen Grassavanne erhebt. Über das gesamte Massiv verteilt gibt es zahlreiche Hütten und Wanderwege.

Neben der extremen fahrtechnischen Herausforderung, die das unbekannte Naturparadies mit seiner Wegebeschaffenheit an die beiden Vertrider stellt, empfinden sie dort oben in der Stille und Schönheit der Berge etwas Bedrückendes: Es sind die frischen Zedernholzspäne, die einen würzigen Duft verströmen, Überreste illegaler Abholzung. Es sind die sehnigen Männer, die ihnen begegnen, auf ihren Schultern roh zugeschnittene Zedernbalken, die sie barfuss den steilen Pfad hinunter schleppen. Es sind die Baumschulen für Zedernsetzlinge, Mahnmale einer beispiellos gescheiterten Aufforstungskampagne. Das Schicksal der Mulanje Zeder scheint besiegelt. Interviews beteiligter Menschen malen ein komplexes Bild von unterschiedlichen Interessen, Armut und einem universellen Problem: Korruption.

Cedarwoodtrails ist ein Bike-Abenteuer und eine investigative Sportdokumentation.

 

Wie können wir helfen?

Wir haben ein Paradies für Mountainbikeabenteurer gefunden - allerdings ein Paradies mit Schattenseiten. Die heimische Mulanje Zeder ist vom Aussterben bedroht; auf dem Chambe Plateau stehen noch zwei Zedernbäume, größere Zederwälder findet man nur noch an der Ostseite des Massivs. Die Bewohner fürchten die Folgen der unkontrollierten Abholzung, die nicht wieder gut zu machenden Umweltschäden wie Erdrutsche und Klimaveränderung. Die Menschen wollen die Verantwortung für „ihren“ Berg übernehmen, dafür brauchen sie Arbeitsplätze, nachhaltigen sanften Tourismus, die Unterstützung der Regierung, vor allem aber ein Mitspracherecht. Das hat uns in erster Linie veranlasst nicht mit einem Mountainbikefilm über unsere „Heldentaten“ zurückzukehren, sondern den Menschen eine Stimme zu geben, die keine haben. Wir wollen es aber nicht dabei belassen, sondern noch einen Schritt weitergehen und die lokale Bevölkerung bestärken, dass sie durch ihre eigene Fähigkeiten und mit ihren Ressourcen ihr Leben nachhaltig verbessern können. Wir werden sie daher im Rahmen zweier Projekte unterstützen.

Aleva Stoves Projekt

Das im Film vorgestellte energiesparende Herdmodell „Aleva“ ist eine aus Sand und Lehm gefertigte Kochstelle mit sehr hohem Wirkungsgrad. Der traditionelle Drei-Steine-Herd braucht 2 kg Feuerholz um 2 Liter Wasser zum Kochen zu bringen, ein Aleva Stove in etwa nur 1/10 von der Holzmenge. Rund um das Mulanje Massiv leben 120.000 Familien, die auf einer traditionellen Feuerstelle kochen, zusammen verbrennen sie ca. 960 Tonnen Feuerholz am Tag. Der Aleva Stove ist vielleicht ein Beitrag, die enorme Abholzung und Naturzerstörung einzudämmen.

Am Ende unseres Bike-Abenteuers haben wir in Tchete, einem Dorf am Fusse des Mount Mulanje bereits diesen ressourcenschonenden Lehmherd vorgestellt. Im Rahmen eines von uns finanzierten Workshops wurden sechs Frauen dann eine Woche lang im Herdbau geschult, in dieser Zeit stellten sie selber mehrere Aleva Stoves für das Dorf her.

Wir werden nun in einem weiteren Projekt zunächst gemeinsam mit der Bevölkerung von Tchete eine Arbeitshütte im Dorf bauen, die es den Leuten ermöglicht, jederzeit bei Bedarf selbst Öfen zu bauen und in Folge vielleicht auch zu verkaufen. Der Bau der Hütte, der Ankauf der Formen sowie die Schulung durch einen erfahrenen Trainer soll mit Spenden gedeckt werden.

Zitat Peter, deutscher Ingenieur, Entwickler des Aleva Ofens: „Die Leute in den Dörfern brauchen drei Dinge: Wasser, Essen und Feuerholz. Wir müssen ihnen helfen, den Holzverbrauch zu reduzieren. Das ist alles.“

Nachhaltiger Tourismus

Die Schönheit des Bergmassivs, die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen und die Möglichkeiten am und rund um den Mount Mulanje für ambitionierte Sportler mit Sinn für neue Erfahrungen, machen diese Region äußerst attraktiv für einen nachhaltigen, sanften Wander- und Biketourismus. Mit ZEIT FÜR DRAUSSEN, einem Tiroler Veranstalter von Bike- und Skireisen abseits ausgetretener Wege, wollen wir einen ersten Schritt für einen nachhaltigen, sanften Mountainbike-Tourismus vor Ort setzen. Im Juni 2017 werden wir in Kooperation mit lokalen Bergführern eine von uns geführte mehrtägige Mountainbiketour auf das Mulanje Massiv anbieten und damit der Bevölkerung direkte Einnahmen aus dem lokalen Tourismus in Aussicht stellen.

Zitat Duncan, Bergführer am Mount Mulanje: „When the visitors come, we escort you to the mountain and after a while I receive money. So with that money I go to my family and get what we need. It’s also a part of protecting the mountain.“

Link: zeit-fuer-draussen.at

Wie können Sie helfen?

Durch den Kauf des Films bzw. den Erwerb von Merchandise-Artikeln und freiwillige Spenden können Sie uns finanziell bei der Realisierung des Aleva Stoves Projektes unterstützen.


Kontakt

Team Vertriders
A - 6020 Innsbruck
info@team-vertriders.org